12 Volt Verkabelung

  • Tach,
    Ich bin gerade dabei die 230V Stromversorgung zu installieren mit Zweitbatterie, Inverter und Ladegerät.


    Da ich u. a. den Kühlschrank mit Strom betreiben will, habe ich mich für eine 200ah Zweitbatterie entschieden. Da diese nicht unter den Fahrersitz passt wird sie bei mir auf Fahrerseite vor den hinteren Radkasten kommen. Nun stellt sich mir die Frage nach einer sinnvollen Dimensionierung des entsprechend langen Verbindungskabels zwischen den Starter- und Zweitbatterie. Auf der Leitung wird auch noch ein automatisches Trennrelais sitzen.
    Der Verbraucher mit dem zumindest kurzfristig höchsten Strombedarf ist der Inverter, welcher direkt an die Zweitbatterie kommt. Dabei handelt es sich um einen Modell mit 2000 Watt. Tatsächlich wird die Belastung maximal für kurze Zeit bei 1500W liegen.


    Kann mir jemand sagen, wieviel Ampere sich zeitgleich von der Starterbatterie in Richtung Zweitbatterie auf Wanderschaft begeben, wenn der Inverter zieht?


    Die Leitungslänge wird ca. 4m betragen.

  • Hi


    der Wechselrichter wird also auch mal wärend des Motorlaufes betrieben ?


    Es ist schwer zu sagen was für Ströme da auftreten (zur Starterbatterie) , sie sind sehr hoch wenn die Zweitbatterie leer oder kaputt ust , weniger hoch wenn sie vollgeladen ist.


    Bei 2000 W ist mit (2000/12) ca. 170 A zu rechnen . Deswegen haben die Kabel zum Wechselricher idR keine Sicherung , Die Strippen sind dick genug.



    aus dem Bauch heraus:
    Ich würde eine ordentliche Leitung zur Starterbatterie legen , so 10 qmm und mal mit einer 50 A Sicherung in der Leitung starten.
    Das Trennrelais muss das natürlich auch können !


    Gruß
    Urs

  • Zumindest soviel das du einen Kabelquerschnitt brauchst , der in den Dimensionen eines zölligen Wasserrohres liegt. Also vergiss es . Sonst brennt der Bus.
    Bei 1500W Leistung liegt der benötigte Querschnitt bei einem halben Meter Leitungslänge schon bei 36 qmm . Also auf jeden Fall ein dickes Trennrelais zwischen die Batterien hängen. Noch besser einen Trennschalter . Ich hab auch schon Trennrelais gehabt , die " hängen geblieben " sind.

  • Quote

    Original von Pio
    Zumindest soviel das du einen Kabelquerschnitt brauchst , der in den Dimensionen eines zölligen Wasserrohres liegt.


    Du weisst aber, welchen Querschnitt (Kreisfläche) ein zölliges Wasserrohr -je nach Material- mit ca. 28 - 33mm Durchmesser(!) hat? (A= d² Pi/4)


    Oder hast du das mit dem Umfang (U= d Pi) verwechselt?
    50mm² sind in der Schweisstechnik für 190A im Dauerbetrieb gut und das hat einen Durchmesser (ohne Isolierung) von 8mm.
    Ein Kabel mit 100mm² hat einen Durchmesser von ca 11.3mm.


    Für 1,5KW Dauerbetrieb sollten 70mm² reichen ohne dass die Spannung im Kabel zu arg absackt.: click mich

  • Quote

    Original von seq.01
    Tach,
    Ich bin gerade dabei die 230V Stromversorgung zu installieren mit Zweitbatterie,


    Die 230-Volt-Leitungen aber bitte nur als Litzenkabel im Schutzrohr....


    Und Aderendhülsen nicht vergessen :-)




  • war auch nur aus der Hüfte geschossen und sollte verdeutlichen wie unrealistich die Aktion auf dieser Länge ist.
    Den lt. meinem halbwissen zählt auch die Strecke zurück. Das wären also dann nicht nur die meter zum Verbraucher , sondern auch zurück zum Minus der Batterie . Und da kann ein zu dünnes Kabel schnell zur Wandheizung werden

  • Hi


    denkt daran, es geht "nur" um die Verbindung der beiden Batterien.
    Die Leitungen werden nur durch den Wechselricheter belastet wenn er an ist und der Wagen läuft (bzw das Trennrelais geschlossen ist) ;)


    Von den Leitungen vom Wechselrichter zur Zweitbatterie ist keine Frage .


    Gruß
    Urs

  • Quote

    Original von Pio


    war auch nur aus der Hüfte geschossen und sollte verdeutlichen wie unrealistich die Aktion auf dieser Länge ist.
    Den lt. meinem halbwissen zählt auch die Strecke zurück. Das wären also dann nicht nur die meter zum Verbraucher , sondern auch zurück zum Minus der Batterie . Und da kann ein zu dünnes Kabel schnell zur Wandheizung werden


    Für zurück braucht es auch keine dickere Dimension als für hin wenn man nicht sowieso die Karosserie dafür hernimmt.


    Dass so etwas nicht unrealistisch ist, beweisen immer wieder ein paar Soundfetesch.... ääh akustische Umweltverschmutzer.

  • Als Ladeleitung zwischen den Batterien sollte 25mm² ausreichend sein.
    Warum 'nur' 25 mm² ?


    Ganz einfach:
    1.) Die Lichtmaschine liefert im besten Fall 150A, meist jedoch nur 120A.
    Eine Einzelader mit 25mm² ist damit noch lange nicht soweit belastet, dass sie in Flammen aufgehen würde. Serienmäßig liegt zwischen Lima und Batterie nur 16 mm² - und das funktioniert relativ gut.
    2.) Die großen Stromverbraucher saugen nicht ständig an der Batterie.
    Eine 200 Ah-Batterie puffert einiges weg, so dass auch bei vorübergehender Ausnutzung der vollen Wechselrichterleistung kein Energienotstand zu befürchten ist.


    Zum Laden der Batterie reicht die o.g. Leitung allemal, auch wenn noch ein paar Kleinverbraucher (Kühlschrank usw.) darüber betrieben werden.
    Wenn der "Dickstrom" fließt, bekommt man sie eh nicht voll, weil die Lima gar nicht soviel Strom nachliefern kann.
    Wichtig ist ferner, dass das Trennrelais kurzfristig auch mal 150A verträgt. Die Masseleitung der Zusatzbatterie muss natürlich nicht bis nach vorne gezogen werden, sondern nur bis zu einem geeigneten Massepunkt an der Karosse.

  • Hallo, danke erstmal für die gewohnt schnelle und umfassende behandlung meines Problems. :-)



    Da es sich wie gesagt um eine automatisches Trennrelais(LINK) handelt, ist es eigentlich immer geschlossen wenn die Spannung über 12,8V liegt...
    Nach den Angaben hier mach ich mir allerdings eher um die 80A Maximallast des Relais sorgen. Natürlich wird die Leitung nochmal separat abgesichert. Der Sicherungshalter ist vorsorglich schonmal bis 50qmm einsetzbar.


    Die Masseleitung zurück zur Starterbatterie wollte ich eigentlich schon über die Karosserie laufen lassen, oder spricht etwas dagegen?


    Ich mache mir weniger Gedanken um etwas Spannungsverlust auf der Leitung, da ich die zweitbatterie ohnehin so oft wie möglich mit dem CTEK 10 laden werde, aber die o.g. Wandheizung und die damit verbundene Brandgefahr lässt mich nicht kalt. (im wahrsten Sinne :D)


    So oder so, wird mein Vehikel wohl sehr Interessant werden für Buntmetalldiebe :rolleyes:

  • Hi


    wenn der Wechselrichter auf 1500 W läuft ist das nichts mehr mit 12,8 V.
    Zumindest nicht wenn der Motor steht.


    Für den Betrieb des Wechselrichters am besten die Leitung nach vorn Trennen (wie oben schon geschrieben : Natoknochen oÄ)


    Wenn man es mal vergisst wird man ja sehen ob zB eine 50 A Sicherung hält. ;)


    Gruß
    Urs

  • Die Verkabelung ist jetzt vorerst ohne Natoknochen verwirklicht und funktioniert soweit.
    Wenn der Bus einige Zeit nicht gelaufen ist und die Spannung der Zweitbatterie unter 12,8V ist und der Motor dann wieder gestartet wird, schaltet das Relais allerdings ca. 3x pro Sekunde, zumindest solange bis die Drehzahl erhöht wird.
    Das ist nicht nur ein nerviges Geräusch sondern verkürzt mit Sicherheit auch die Lebenszeit des Relais, deshalb werde ich wohl auch noch einen Natoknochen einsetzen.


    Meine Idee ist dabei eine Art Beipass um das Relais herum, verwirklicht durch 2 Natoknochen.
    So wäre es mir möglich die Zweitbatterie auch dann noch zu laden wenn der zu erwartende Ladestrom aufgrund starker Entladung das 80A Relais grillen würde.
    Spricht da etwas dagegen?


    Warscheinlich kommt jetzt der Tipp einfach ein konventionelles Hochstromrelais zu verbauen...?